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	<title>Studentenhelfer.org &#187; Texte</title>
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	<description>Von Studenten für Studenten</description>
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		<title>Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (4/4)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[3.4 Die Überwindung der Wirtschaftskrise 1932 - 1937 Als sich unter Brüning keine Besserung der Situation abzeichnete, ergriffen die Gewerkschaften die Initiative und ließen den WTB-Plan erstellen. Man ging davon aus, dass eine Überwindung der Krise nur noch möglich war, indem die Regierung durch Geldschöpfung die Konjunktur belebte. Man widerlegte den Einwand, dass die vorgeschlagene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">3.4 Die Überwindung der Wirtschaftskrise 1932 -  1937</span></p>
<p>Als sich unter Brüning keine Besserung der Situation  abzeichnete, ergriffen die Gewerkschaften die Initiative und ließen den WTB-Plan  erstellen. Man ging davon aus, dass eine Überwindung der Krise nur noch möglich  war, indem die Regierung durch Geldschöpfung die Konjunktur belebte. Man  widerlegte den Einwand, dass die vorgeschlagene Geldschöpfung eine  unkontrollierbare Inflation hervorrufen müsse.<br />
Endgültig überzeugen konnte  man Brüning und den Reichsbankpräsidenten davon nicht, weshalb der Plan nicht  vollständig umgesetzt werden konnte. Dennoch konnte man sich auf darauf einigen,  Teile des Programms durchzusetzen. 135 Mio. Reichsmark sollten auf legalem Weg,  zur Subventionierung verschiedener Baumaßnahmen, geschöpft werden. <span id="more-251"></span>Brüning  selbst ließ diese Maßnahmen nicht mehr durchführen. Am 30. Mai 1932 trat er von  seinem Amt zurück. Sein Nachfolger Papen setzte seine späte Politik fort und  erweiterte sie, indem er Anreize zur Wiedereinstellung entlassener Arbeitskräfte  und Steuererleichterungen durchsetzte. Außerdem wurde die Subventionspolitik  weiter ausgeweitet.<br />
Hitler, der nach einer innenpolitischen Krise 1933  Reichskanzler wurde, profitierte von der Politik Papens, da sich diese nun  erfolgreich als zeigte. Die sich einstellende Verbesserung der  Beschäftigungssituation brachte der NSDAP breite Unterstützung in der  Bevölkerung, da man diese ersten Erfolge als Frucht der eigenen Politik ausgeben  konnte.1937 erreichte die Wirtschaft unter der nationalsozialistischen  Regierung Vollbeschäftigung. Mittel zur massiven Arbeitszahlreduzierung waren  staatliche, durch Geldschöpfung finanzierte, Arbeitsmaßnahmen, Vergrößerung der  Armee und die Ausgliederung von Frauen aus dem Arbeitsmarkt. Auch die  Vertreibung und Deportation von Juden und politischen Gegnern in  Konzentrationslager, wirkte sich positiv auf die Arbeitslosenquote aus.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. Schlussbetrachtung</span></p>
<p>Betrachtet  man die wirtschaftliche Entwicklung der Weimarer Republik, stellt man fest, dass  die großen Krisen, die am Anfang und Ende der Demokratie standen, in mehreren  Punkten in enger Verbindung miteinander stehen. Zwar waren die Bedingungen, aus  denen sich die Krisen entwickelt haben, vollkommen verschieden, dennoch reicht  eine von der Inflation abgekoppelte Untersuchung der Wirtschaftskrise nicht aus.  Vor allem die Erfahrungen und Folgen, die aus der Inflation heraus entstanden,  spielen eine Schlüsselrolle in der Wirtschaftskrise. Als Beispiele kann man die  Abhängigkeit der deutschen Volkswirtschaft von ausländischem Kapital nennen,  deren schneller Abzug das Bankensystem zu Fall brachte. Auch Brünings  anfängliche Zurückhaltung was staatliche Investitionen anbelangt, lässt sich zu  einem Teil aus der Angst vor einem erneuten Wertverfall der Währung  erklären.<br />
Doch nicht nur dieser Faktor ist psychologischer Natur.  Ausländische Investoren knüpften ihre Investitionen stark an die politische und  wirtschaftliche Stabilität der Weimarer Republik, wie die Kreditabzüge 1930  beweisen. Auch dieses Nicht-Vertrauen in die Republik findet ihre Wurzeln in den  Erfahrungen aus der Inflationszeit.<br />
Abschließend kann man sagen, dass die  Wirtschaftskrise in Deutschland aus der Kombination von äußeren und inneren  Einflüssen entstanden ist und weder innere noch äußere Faktoren allein  ausgereicht hätten, um dieses Krisenausmaß entstehen zu lassen. Dennoch würde  ich sagen, dass vor allem Brünings deflationäre Politik der entscheidende Fehler  war, denn allein der Finanzabzug und Protektionismus anderer Staaten hätten  nicht ausgereicht. Zwar hätte ein kluge Investitionspolitik von staatlicher  Seite und das Schaffen von Konsumanreizen die Krise nicht vollkommen abwenden,  aber stark abschwächen können. Vielleicht wäre auf diesem Wege auch die  nationalsozialistische Herrschaft verhindert worden, denn eines zieht sich durch  die komplette Geschichte der Weimarer Republik: In Zeiten wirtschaftlicher  Rezession erstarkten extreme politische Richtungen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">5.  Literaturverzeichnis</span></p>
<p>Monographien:</p>
<p>-F. Blaich, Der  Schwarze Freitag - Inflation und Wirtschaftskrise, München, 1990<br />
-T.E. Hall,  J.D. Ferguson, The Great Depression - An International Disaster Of Perverse  Economic Policies, Michigan, 1998<br />
-R. Meister, Die große Depression -  Zwangslagen und Handlungsspielräume der Wirtschafts- und Finanzpolitik in  Deutschland 1929 - 1932, Regensburg, 1991<br />
-D. Rothermund, The Global Impact  Of The Great Depression 1929-1939, London/New York, 1996<br />
-A. Schildt, Die  Republik von Weimar, Goldbach, 1997</p>
<p>Aufsätze:<br />
-G. Meyer, Die  Reparationspolitik - Ihre außen- und innenpolitischen Rückwirkungen, in: K.D.  Bracher, M. Funke, H.-A. Jacobsen (Hrsg.), Die Weimarer Republik 1918-1933 -  Politik, Wirtschaft, Gesellschaft; Bonn, 1988</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-14/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (1/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-24/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (2/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-34/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (3/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-44/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (4/4)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (3/4)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[3.2 Die Weimarer Republik in der Wirtschaftskrise In den folgenden Jahren stieg die Arbeitslosenquote weiter, bis sie ihren Höchststand 1932, inoffiziell ca. 33%, erreichte. Inoffiziell, da viele Arbeitslose sich nicht mehr meldeten, weil sie ohnehin keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung hatten. Besonders stark betroffen waren die Arbeitnehmer im Bausektor. "Im Februar 1932 ermittelten die Gewerkschaften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">3.2 Die Weimarer Republik in der  Wirtschaftskrise</span></p>
<p>In den folgenden Jahren stieg die  Arbeitslosenquote weiter, bis sie ihren Höchststand 1932, inoffiziell ca. 33%,  erreichte. Inoffiziell, da viele Arbeitslose sich nicht mehr meldeten, weil sie  ohnehin keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung hatten.<br />
Besonders stark  betroffen waren die Arbeitnehmer im Bausektor. "Im Februar 1932 ermittelten die  Gewerkschaften der Bauarbeiter, dass 90,2 Prozent ihrer Mitglieder von  Arbeitslosigkeit oder von Kurzarbeit betroffen waren." Insgesamt verringerten  die Beschäftigungszahlen in diesem Sektor von 2.075 Mio. 1928 auf 775000  1932.<span id="more-249"></span><br />
Allerdings waren nicht alle Wirtschaftssektoren und Regionen gleich  stark von der Krise betroffen. Vor allem in agrarisch orientierten Gebieten  blieb die Beschäftigungssituation relativ stabil. Stark betroffen waren die  Industriezentren, wie z.B. Sachsen. Der Rückgang bei der Nachfrage bei  Konsumgütern traf die in Sachsen ansässige Automobil- und Textilindustrie,  welche bis zu ein Drittel der sächsischen Bevölkerung beschäftigt hatte. Aber  auch innerhalb der Wirtschaftszweige gab es Unterschiede hinsichtlich Entlassung  und Kurzarbeit. Blaich führt als Beispiel den IG-Farben-Konzern und die  Robert-Bosch GmbH an. Während der IG-Farben-Konzern seine Belegschaft zwischen  1929 und 1932 um 45% reduzierte, hielt Bosch ca. 8000 der knapp 8800 Arbeiter  von 1927. Gründe sieht Blaich hier nicht nur in den vielversprechenden  Entwicklungen, die Bosch Ende der zwanziger Jahre gemacht hatte, sondern auch in  der geistigen Haltung des Unternehmers zu seinen Mitarbeitern.Eine  zufriedenstellende Arbeitslosenversorgen war nicht möglich, da man bei der  Planung der Arbeitslosenversicherung von der relativ guten  Beschäftigungssituation der Vorjahre ausgegangen war. Nach Ausbruch der Krise  erkannte man, dass die Sicherung nicht ausreichte, doch anstatt mehr Gelder  bereit zustellen, verringerte man den Personenkreis der  Unterstützungsberechtigten, die Unterstützungsdauer und die Höhe der  Unterstützung. Die Versorgung der Arbeitslosen lag dadurch auf den Schultern der  Kommunen, die diese ebenfalls nur unzureichend sichern konnten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3.3 Die Ursachen der Krise</span></p>
<p>Seit  ca. 1927 beeinflussten verschiedene Faktoren die Stagnation und später den immer  rapideren Abfall der Wirtschaftsleistungsfähigkeit der Weimarer Republik. Zum  einen gingen die inländischen wie ausländischen Investitionen langsam zurück.  Folge war, dass das Wirtschaftswachstum fast zum erliegen kam. Langsam ging auch  der Konsum zurück, woraufhin die Hersteller von Konsumgütern ihre Produktion  drosselten, was sich wiederum in den Auftragsbüchern der beliefernden Industrie  und der Maschinenbaubranche widerspiegelte. Verluste durch die sinkende  Binnenmarktanfrage konnten aber bis 1930 noch durch verstärkten Export  ausgeglichen werden.<br />
Schon 1928 kam es zu einem Abzug ausländischer Kredite,  da die dort herrschende Börsenentwicklung höhere Gewinne versprach. Ausländische  Investoren reduzierten ihre Aufwendungen von Anfang 1928 bis Ende des Jahres um  über 50%. Um den Abfluss der Gelder zu stoppen, erhöhte die Reichsbank die  Zinsen, was das Wirtschaftswachstum weiter drosselte.<br />
Viele Banken hatten  ebenfalls ausländische Kredite aufgenommen und diese, trotz der Möglichkeit  eines kurzfristigen Rückzugs, in Langzeitprojekte investiert. Als bei der Wahl  1930 die NSDAP stark zulegte, sah man die Stabilität der Weimarer Republik stark  gefährdet und begann innerhalb von kürzester Zeit Gelder, die vorher in  Deutschland angelegt wurden, zurückzuziehen. Nachdem sich zeigte, dass die  Regierung unter Brüning dennoch handlungsfähig blieb, verlangsamten sich die  Kapitalabzüge, wurden aber nicht ganz gestoppt. Die Banken hatten Probleme das  geforderte Geld zu zahlen, da ihre Gläubiger den plötzlichen Rückzahlungen nicht  nachkommen konnten. Auf diese Weise wurde die österreichische Creditanstalt  innerhalb eines Jahres zahlungsunfähig. Nachdem einige Konzerne, wie Karstadt,  Nordstern und der Nordwoll-Konzern in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, war  das Vertrauen der ausländischen Kreditgeber endgültig verloren und eine Welle  von Kreditabzügen stürzte das deutsche Banksystem in die Krise. Der Bausektor,  Konjunkturmotor und größtenteils staatlich finanziert, verlor die Kommunen als  Kunden, da diese nun ihre Kredite zurückzahlen mussten. Private Bauherren  konnten das Defizit nicht ausgleichen. So kam nicht nur zu Massenentlassungen im  Bausektor, sondern auch bei den Zulieferern von Material und Maschinen.<br />
Die  Krise verschlimmerte sich durch die Politik des Kabinetts Brüning, das 1930 die  Regierung übernommen hatte. Brünings Ziel war es ein Defizit in den  Staatskassen, das sich in den vorhergehenden Jahren gebildet hatte,  auszugleichen. Seiner Erfahrung nach war die Staatsverschuldung eine Gefahr für  die Stabilität der Währung und er fürchtete eine erneute Inflation. Auch glaubte  Brüning bei seinem Amtsantritt, dass es sich bei der Wirtschaftskrise nur um  eine normale zyklische Rezession handelte, die kaum staatlicher Intervention  erforderte. Um dennoch der hohen Arbeitslosigkeit entgegen zu treten,  unterstütze das Kabinett Brüning die Reichsbahn, -post und förderte den  Wohnungsbau mit insgesamt 950 Mio. Reichsmark. Da diese Zahlungen aus Steuern  finanziert werden sollten, kam es nicht zu einer Verbesserung der  Situation.<br />
Um in jedem Fall eine erneute Inflation zu vermeiden, verweigerte  sich Brüning nicht nur der Geldschöpfung durch Kredite, welche einen  konjunkturellen Aufschwung gebracht hätte. Zusätzlich erhöhte er die Steuern und  kürzte die Staatsausgaben zu Gunsten der Haushaltssanierung. Dieser Eingriff  verringerte die Binnennachfrage weiter und verschlimmerte somit die Krise.  Einige Forscher gehen davon aus, dass Brüning auf diese Weise versuchte zu  beweisen, dass es Deutschland unmöglich sei, die Reparationslast weiter zu  tragen. Diese These ist allerdings seit einigen Jahren umstritten.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-14/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (1/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-24/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (2/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-34/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (3/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-44/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (4/4)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (2/4)</title>
		<link>http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-24/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[2.1.2 Folgen der Inflation Trotz der negativen Folgen der Inflation, wie der Vernichtung von angelegtem Privatvermögen oder den Problemen bei der Versorgung der arbeiteten Bevölkerung, hatte sie auch Vorteile für die Gesellschaft, Wirtschaft und Regierung der Weimarer Republik. Durch den Wertverlust des Geldes war es Staat, Gemeinden und privaten Schuldnern möglich ihre Schulden abzuschütteln. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">2.1.2 Folgen der Inflation</span></p>
<p>Trotz  der negativen Folgen der Inflation, wie der Vernichtung von angelegtem  Privatvermögen oder den Problemen bei der Versorgung der arbeiteten Bevölkerung,  hatte sie auch Vorteile für die Gesellschaft, Wirtschaft und Regierung der  Weimarer Republik.<br />
Durch den Wertverlust des Geldes war es Staat, Gemeinden  und privaten Schuldnern möglich ihre Schulden abzuschütteln. Man zahlte den  Nennwert der Schuld zurück, obwohl auch hohe Beträge im Grunde wertlos waren.  Laut Blaich hätte die 154 Mrd. Mark betragende inneren Kriegsschuld am 15.  November 1923 1913 eine Kaufkraft von 15,4 Pfennig.<br />
Ein weiterer positiver  Effekt der Inflation war die Investitionsfreudigkeit der Unternehmer. So war es  möglich, die hohe Zahl an Arbeitslosen, die durch die Rückkehr der Soldaten aus  dem Krieg verursacht wurde, schnell abzubauen. <span id="more-248"></span>Zusätzlich gelang es innerhalb  von vier Jahren die Industrieproduktion auf 80% der Vorkriegsjahre zu bringen,  obwohl die Wirtschaft 1919 nur noch 37% der Vorkriegsleistung erreichte. Beim  Wiederaufbau der Wirtschaft half ein durch den Wertverlust der Mark  hervorgerufener Vorteil beim Export. Preiskontrollen, die künstlich niedrige  Preise erzeugten, machten die Produktion in der Weimarer Republik billiger als  im Ausland, wo der verbreiteten Währungskrise mit deflationärer Politik begegnet  wurde.Mit der Ruhrgebietsbesetzung und dem Beginn der Hyperinflation brach  die Wirtschaft allerdings wieder ein, sodass die Arbeitslosigkeit Ende 1923  einen Stand von 23,4% erreichte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2.2 Der Weg aus der  Währungskrise</span></p>
<p>International wurde eine Stabilisierung der  deutschen Wirtschaft immer wichtiger, da alle kriegsbeteiligten Staaten auf die  deutschen Reparationen angewiesen waren. Frankreich, England, Belgien und  Italien waren bei den USA verschuldet und nutzten die deutschen Zahlungen, um  ihre Schulden zu tilgen. Die USA brauchten diese Kreditrückzahlungen zur  Haushaltskonsolidierung, die ansonsten nur durch unpopuläre Steuererhöhungen  möglich gewesen wäre.<br />
Im Januar 1924 trat deshalb eine Expertenkomitee unter  der Leitung C.G. Dawes zusammen, um einen Weg zu finden, die deutsche Wirtschaft  zu stabilisieren und die Reparationen auf ein, für das Land, erfüllbares Maß zu  bringen. Ergebnis des Expertenausschusses war der Dawes-Plan. Zur Sicherung der  Wirtschaft legte man fest, dass die wirtschaftliche Einheit der Weimarer  Republik gewahrt werden musste. Damit sprach man sich gegen den französischen  Plan eines abgetrennten Ruhrgebiets aus. Weiterhin sollten die  Reparationszahlungen die wirtschaftliche Erholung nicht im Keim ersticken,  weshalb man festlegte, dass die Zahlungen an der Leistungsfähigkeit des Landes  gemessen werden sollten.<br />
Zur Stabilisierung der Währung legte man die  Privatisierung der Reichsbank fest. Man wollte verhindern, dass es erneut zu  einer Ausnutzung von Krediten durch die Regierung kam. Überwacht werden sollte  dies durch alliierte Vertreter im Direktorium der Reichsbank.<br />
Die Zahlungen  der Reparationen sollten aus dem Reichsetat und Obligationen auf Bahn und  Industrie erfolgen. Die Schuldverschreibungen auf Reichsbahn und Industrie  hatten zusätzlich den Sinn der Währungsstabilisierung, da so nur ein Teil der  Zahlungen aus dem Staatshaushalt finanziert werden musste.<br />
Innenpolitisch  bekämpfte man seit Ende 1923 die Inflation mit der Einführung der Rentenmark,  einer Binnenwährung, deren Deckung der Grund und Boden des Reiches war.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. Wirtschaftsblüte und Wirtschaftskrise 1924 -  1937<br />
3.1 Konjunktureller Aufschwung 1924 - 1929</span></p>
<p>1924  gelang es der Regierung Stresemann den Staatshaushalt auszugleichen. Möglich war  dies nicht nur wegen der Reparationsentlastung durch den Dawes-Plan, sondern  auch durch eine internationale Anleihe, größtenteils aus den USA, in Höhe von  800 Mio. Reichsmark. Diese blieb nicht der einzige Kredit, den Deutschland in  den nächsten Jahren aus dem Ausland erhielt. Zur Finanzierung des Aufschwungs  waren Kredite unbedingt nötig. Da die Reichsbank eine Kreditrestriktion betrieb,  um die Währungsstabilität zu sichern, mussten Kreditnehmer auf ausländische  Kreditgeber zurückgreifen. Die Abhängigkeit von Auslandskrediten zeigte sich in  der späteren Wirtschaftskrise als Gefahr und schon zur Zeit der Blüte wurde sie  kritisch als "Konjunktur auf Pump" bezeichnet.<br />
Den konjunkturellen Aufschwung  kann man nicht als konstant betrachten. Immer wieder kam es zu Einbrüchen und  steigenden Arbeitslosenzahlen. Vollbeschäftigung gab es nur in relativ kurzen  Phasen (April 1924 bis Oktober 1925, Juli bis Oktober 1927). Die restliche Zeit  blieb die Arbeitslosenquote teilweise knapp, teilweise deutlich über 5 Prozent.  Zur Versorgung der Arbeitslosen wurde 1927 die "Reichsanstalt für  Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung" gegründet. Dass sich die  Unterstützungdauer auf nur 26 Wochen belief, zeigt, dass man von einer großen  Wirtschaftskrise nicht ausging. Eher sollten die konjunkturellen Schwankungen  ausgeglichen werden.<br />
Als im Winter 1929/1930 die Arbeitslosenzahlen auf 3.37  Mio. kletterten, wurde dies nicht als Anzeichen einer gefährlichen Krise  betrachtet, sondern als saisonbedingter Einbruch. Man glaubte, an einen Rückgang  der Arbeitslosenzahl während des Frühjahrs und Sommers, wie in den Jahren zuvor.  Dieser Aufschwung blieb allerdings aus. Im Mai waren immernoch 2.64 Mio.  Arbeitslose gemeldet.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-14/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (1/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-24/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (2/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-34/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (3/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-44/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (4/4)</a></p>
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		<item>
		<title>Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (1/4)</title>
		<link>http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-14/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[1.Einleitung Die zwanziger Jahre werden, auch in Deutschland, gern als die "Goldenen Zwanziger" bezeichnet, als eine Zeit der politischen und kulturellen Befreiung. Falsch ist diese Aussage nicht, betrachtet man nur die Entwicklungen auf geistiger und kultureller Ebene. Beschäftigt man sich allerdings intensiver mit der Weimarer Republik, geht viel vom goldenen Glanz verloren. Nicht nur Kunst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">1.Einleitung</span></p>
<p>Die zwanziger Jahre  werden, auch in Deutschland, gern als die "Goldenen Zwanziger" bezeichnet, als  eine Zeit der politischen und kulturellen Befreiung. Falsch ist diese Aussage  nicht, betrachtet man nur die Entwicklungen auf geistiger und kultureller Ebene.  Beschäftigt man sich allerdings intensiver mit der Weimarer Republik, geht viel  vom goldenen Glanz verloren. Nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch politische  Machtkämpfe und wirtschaftliche Krisen bestimmten die Tagesordnung der ersten  deutschen Demokratie. Gegenstand dieser Arbeit sollen vor allem der  wirtschaftliche Aspekt dieser Zeit sein, von der Währungskrise anfang der  zwanziger Jahre über die "Dollarscheinblüte" bis zum wirtschaftlichen  Zusammenbruch und dem damit verbundenen Ende der Weimarer Republik. Interessant  ist dabei besonders inwieweit die beiden großen Krisen miteinander verbunden  sind und internationale Faktoren diese beeinflusst haben. Eine weitere Frage  ist, ob die Wirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre vermeidbar gewesen wäre,  hätte die politische Führung anders auf sie reagiert.<span id="more-246"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2. Die große  Inflation</span></p>
<p>Die ersten Jahre der Weimarer Republik waren gezeichnet  von dem stetigem Verfall der Kaufkraft der Reichsmark, bis zur Hyperinflation ab  Dezember 1922. Konnte man im Juli 1914 noch Papiermark eins zu eins in Goldmark  tauschen, tauschte man am 21. Oktober 1922 1000:1 und am 20. November 1923 eine  Goldmark zu 1.000.000.000.000 Papiermark. Begann die Inflation anfangs kaum  merkbar, fiel der Wert der Papiermark 1923 beinahe stündlich. Im In- und Ausland  verlor die Weimarer Republik durch die Inflation an Vertrauen. Zusätzlich  erschwerte die Währungskrise die Zahlungen der im Versailler Vertrag  festgelegten Reparationen. Als Deutschland 1922 mit den Zahlungen in Verzug kam,  wertete die französische Regierung dies als vorsätzlichen Bruch der Bestimmungen  und ließ das Ruhrgebiet besetzen. Gefolgt wurden derartige Ereignisse von einem  weiteren Wertverlust der Mark. In diesem speziellen Fall wurde die  Hyperinflation eingeleitet. Erst Ende 1923 gelang es der Regierung Stresemann  durch die Einführung der Rentenmark und mit Hilfe des Dawes-Planes die  Währungskrise zu überwinden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2.1 Ursachen und Folgen der Inflation<br />
2.1.1 Ursachen der Inflation</span></p>
<p>Ihren Beginn fand die  Inflation in Entschlüssen, die bereits kurz nach Beginn des ersten Weltkrieges  von der kaiserlichen Regierung gefasst wurden.<br />
Nach dem Ausbruch des Krieges  wurde eine Handelsblockade (Seeblockade durch England) über das deutsche Reich  verhängt, sodass die Reichsregierung den Krieg aus dem inländischen  Sozialprodukt finanzieren musste. Der ständige Bedarf an Material wurde aus dem  Binnenmark gezogen, was zu einer ständigen Verknappung von Waren und so zur  Preissteigerung führte. Um die Inflation aufzuhalten, hätte man nun die im  Umlauf befindliche Geldmenge verringern müssen, was gleichzeitig die Deckung der  Kriegskosten gesichert hätte. Doch anstatt Steuern zu erheben, entschied man  sich zur Finanzierung durch Kriegsanleihen, vor allem auch, da direkte Steuern  nur von den Bundesstaaten erhoben werden konnten.<br />
Obwohl im späteren Verlauf  des Krieges Steuern erhoben wurden, stellten diese nicht den Hauptanteil der  Kriegsfinanzierung dar, sondern Kriegsanleihen. Das Versprechen die Anleihen mit  Zinsen an ihre Zeichner zurückzuzahlen, stürzte das Reich in Schulden, die man  nach dem Sieg aus Reparationen der Kriegsgegner tilgen wollte. Doch selbst die  erfolgreich angelegten Kriegsanleihen konnten die Kosten, die der Krieg  verursachte, nicht decken. Schon vor dem Krieg konnte die Regierung finanzielle  Engpässe mit Hilfe von kurzfristigen Krediten bei der Reichsbank überbrücken.  Der Kreditrahmen war, wie man schon zu Kriegsbeginn erkannte, zu eng, um den  Bedarf zu decken. Aus diesem Grund wurden 1914 mehrere Gesetze verabschiedet,  die der Regierung uneingeschränkte Zugang zu Krediten ermöglichte. Dies sollte  die Deckung der Währung nicht beeinflussen, die Deckungsvorschrift blieb  erhalten. Da man staatliche Schuldscheine als Sekundärdeckung für Banknoten  akzeptierte, konnte die Regierung jede benötigte Menge Geld durch Reichswechsel  decken, was den Sinn der Sekundärdeckung außer Kraft setzte. Bis dahin gelang es  noch die Golddeckung aufrecht zu erhalten, dann brach auch diese unter der  Belastung der ständig neuen Kredite zusammen. Auf diesem Weg stieg auch die Zahl  der im Umlauf befindlichen Banknoten.<br />
Die einsetzende Inflation blieb  allerdings auf einem Niveau, wie man auch bei anderen kriegsführenden Ländern  beobachten konnte. Schwierig wurde die Situation erst nach dem Krieg, da die  Umstellung der Wirtschaft sich auf Friedensproduktion schwierig gestaltete.  Durch Gebietsabtretungen wurden alte Rohstoffversorgungswege zerschnitten.  Zusätzlich wurde während des Krieges nicht in die Modernisierung der Wirtschaft  investiert und die heimkehrenden Soldaten konnten nicht ohne weiteres in die  Arbeitswelt eingegliedert werden. Die Versorgung der Kriegsgeschädigten  (Invaliden, Witwen) bildete ein weiteres Problem für die junge Republik, die  ohnehin hoch verschuldet war und nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrags  Reparationen zahlen musste.<br />
Die Einnahmen aus Steuern reichten bei weitem  nicht aus alle finanziellen Pflichten (Schuldentilgung, Sozialversorgung usw.)  abzudecken, daher blieb der Reichsregierung, wollte sie nicht die Unterstützung  der Bevölkerung verlieren, nur die Aufnahme neuer Kredite bei der Reichsbank,  obwohl man wusste, welche Folgen dies haben musste und dies in der  Öffentlichkeit kritisiert wurde. Das heizte die Inflation weiter an. Trotz einer  härteren Steuerpolitik unter Finanzminister Erzberger gelang es nur kurzzeitig  die Inflation aufzuhalten.<br />
Verschiedene Faktoren (Kreditvergabepolitik der  Banken, ungenügende Einnahmen gegenüber den Ausgaben des Staates) steigerten die  Inflation in den Folgejahren, bis es nach der Besetzung des Ruhrgebietes zur  Hyperinflation kam.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-14/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (1/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-24/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (2/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-34/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (3/4)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/inflation-und-wirtschaftskrise-in-der-weimarer-republik-44/">Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (4/4)</a></p>
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		<title>Dresden als Residenzstadt (3/3)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[3.3.1 Die augusteische Zeit 1694 trat Kurfürst Friedrich August I. seine Regentschaft in Dresden an. Als Nachgeborener wäre er nicht zum Regierenden geworden, bekam deshalb eine militärische Ausbildung. 1687 bis 1689 bereiste er Europa und sammelte Eindrücke am Hof Ludwigs XIV. und lernte die Kunst Italiens kennen, die seine Sicht auf eine fürstliche Lebensweise beeinflussten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">3.3.1 Die augusteische Zeit</span></p>
<p>1694  trat Kurfürst Friedrich August I. seine Regentschaft in Dresden an. Als  Nachgeborener wäre er nicht zum Regierenden geworden, bekam deshalb eine  militärische Ausbildung. 1687 bis 1689 bereiste er Europa und sammelte Eindrücke  am Hof Ludwigs XIV. und lernte die Kunst Italiens kennen, die seine Sicht auf  eine fürstliche Lebensweise beeinflussten.<br />
Der frühe Tod seines Bruders  Johann Georg IV. und dessen Kinderlosigkeit brachte Friedrich August I. in die  Herrscherposition. Mit Hilfe des Übertritts zum Katholizismus erhielt er die  Königskrone Polens und wurde somit der erste König aus der Linie der Albertiner.  Dresden musste nun einen König repräsentieren. Bauliche Veränderungen folgten  daraus, unter anderem der Zwinger und der Umbau der Frauenkirche, ein neues  Rathaus und zahllose Gärten und Landhäuser in und um Dresden. Friedrich August  I. setzte die Eindrücke seiner früheren Europareise jetzt um.<span id="more-235"></span><br />
Sein Sohn  Kurfürst Friedrich August II. wurde 1733 ebenfalls König von Polen und folgte  auch kulturell dem Vorbild seines Vaters.<br />
1745 wurde Dresden zum ersten Mal  eingenommen. Friedrich August II. hatte Preußen als Gegner unterschätzt und sein  Heer unterlag. Die Stadt wurde dabei nicht zerstört, musste aber enorme Summen  aufbringen um die preußische Armee während ihres Aufenthaltes und des Abzuges zu  versorgen. In nur neun Tagen kostete das die Stadt 89530 Taler.Der  ausgehandelte Frieden hielt 10 Jahre bis zum Beginn des siebenjährigen Krieges,  der die Stadt stärker als zuvor in Mitleidenschaft zog.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. Schlussbetrachtung</span></p>
<p>Anhand der  aufgezeigten Fakten kann man klar erkennen, dass Dresden ohne den Status einer  Residenzstadt wahrscheinlich kaum zu dem geworden wäre, was sie heute ist.  Karlheinz Blaschke wagt eine Schätzung über Dresdens alternative Zukunft, wäre  sie nicht Residenz geworden. Seiner Meinung nach würde die Stadt heute nur ein  zehntel der bebauten Fläche umfassen. Vergleichbar wäre sie mit der in der Nähe  liegenden Stadt Pirna.<br />
Doch nicht nur flächenmäßig wäre die Stadt nicht mit  der realen vergleichbar. Die Bauwerke, die direkt auf Geheiß der Wettiner oder  durch Mitglieder ihres Hofstaates entstanden sind und so das Stadtbild bis in  die heutige Zeit entscheidend beeinflussen, wären nie errichtet wurden. Dazu  zählen Wahrzeichen der Stadt wie der Zwinger oder die Frauenkirche.<br />
Wichtig  ist dabei auch die räumliche Nähe des Hofstaates zur restlichen Stadt, welche in  Dresden ein besonderes Klima geschaffen hat. So erklärt es sich, dass Dresden zu  ihrer Blütezeit, wie auch heute kulturell eine Stadt von Weltformat ist.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">5. Literaturverzeichnis</span></p>
<p>K.  Blaschke, Der Fürstenzug zu Dresden, Leipzig, 1991</p>
<p>K. Blaschke, Dynastie  – Regierung – Schloss, in K. Blaschke u. U. John (Hg.), Geschichte der Stadt  Dresden Band 1, Stuttgart, 2005</p>
<p>H. Butte, Geschichte Dresdens bis zur  Reformationszeit, Köln, 1967<br />
R. Eigenwill, Die Geschichte der Stadt, in: K.  Nitzschke u. L. Koch (Hg.), Dresden – Stadt der Fürsten - Stadt der Künstler,  Bergisch Gladbach, 1991</p>
<p>R. Groß, Die Stadt in der zweiten Hälfte des  17.Jahrhunderts, in R. Gross u. U. John (Hg.), Geschichte der Stadt Dresden Band  2, Stuttgart, 2006</p>
<p>A. Kröner, Handbuch historischer Stätten Deutschlands  - Sachsens, Stuttgart 1965</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-13/">Dresden als Residenzstadt (1/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-23/">Dresden als Residenzstadt (2/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-33/">Dresden als Residenzstadt (3/3)</a></p>
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		<title>Dresden als Residenzstadt (2/3)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[3.2. Die Residenzstadt Dresden bis zum Dreißigjährigem Krieg Die Wahl der Stadt zur Residenzstadt stellte den Wendepunkt in der Stadtentwicklung Dresdens dar. Während der Regierungszeit Albrechts war allerdings nur der Städtebrand 1491 von größerer Bedeutung für das Stadtbild, ansonsten blieben größere Veränderungen aus. Ab 1488 lenkte ohnehin Albrechts Sohn Herzog Georg der Bärtige die Geschicke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">3.2. Die Residenzstadt Dresden bis zum  Dreißigjährigem Krieg</span></p>
<p>Die Wahl der Stadt zur Residenzstadt  stellte den Wendepunkt in der Stadtentwicklung Dresdens dar. Während der  Regierungszeit Albrechts war allerdings nur der Städtebrand 1491 von größerer  Bedeutung für das Stadtbild, ansonsten blieben größere Veränderungen aus. Ab  1488 lenkte ohnehin Albrechts Sohn Herzog Georg der Bärtige die Geschicke des  Landes, da Albrecht selbst ständig außer Landes war. Unter Georg begann die  Wandlung der mittelalterlichen Stadt zur Residenzstadt. Wichtig für das  Stadtbild war der Bau des Georgenbaus (1530-35), das erste Renaissancegebäude  Dresden.<span id="more-234"></span><br />
Auch das Wirken im Reich und die damit verbundene Popularität des  Herzogs wirkte sich positiv auf das Ansehen Dresdens aus. Vor allem sein Kampf  gegen die Reformation und der Beitritt zum Heiligen Nürnberger Bund in einer  Führungsrolle stärkte Sachsens Rolle in der Reichspolitik.<br />
Nach Georgs Tod  1539 lenkte sein Bruder Herzog Heinrich der Fromme 2 Jahre lang die Geschicke  des Herzogtums. Die wichtigste Veränderung seiner Herrschaft war die Annahme des  Protestantismus. Der schon 66 Jahre alte Heinrich übergab 1541 die Herrschaft an  seinen Sohn Moritz und starb kurz danach. Dieser stieg 1547 zum Kurfürsten auf  und machte die Stadt somit zur kurfürstlichen Residenzstadt. Mit seiner  Herrschaft ging eine städtebauliche Modernisierung einher. Er ließ das Schloss  erweitern und machte die Renaissancebauweise zur Stadtbild bestimmenden Kraft.  Die Stadt repräsentierte somit die Macht des sächsischen Herrschers auf Reichs-  und internationaler Ebene. 1553 starb Moritz an den Folgen einer Verletzung, die  er sich in einer Schlacht zugezogen hatte.<br />
In der Reihenfolge der Herrscher,  die in Dresden residierten folgte nun sein jüngerer Bruder Kurfürst August.  Bestrebungen in internationaler Politik waren bei ihm kaum vorhanden, sein Blick  richtete sich auf das Innere Sachsens. Unter seiner Herrschaft wurde die  Modernität der Stadt im Verwaltungsbereich deutlich. Als eine der ersten  Fürstentümer Europas wurde hier ein ausgeprägter Verwaltungsapparat gebildet,  der außerhalb des Residenzschlosses untergebracht war. Die Beamten zogen 1567 in  ein extra für diesen Zweck errichtetes Gebäude. Damit wurde der Grundstein für  ein zukünftiges Regierungsviertel gelegt. Im 16.Jhd und im 17.Jhd wurde die  Stadt von den Fürsten weiter ausgebaut. Zu den Gebäuden dieser Zeit gehören eine  Münze, die Hofapotheke, das Stallgebäude, das Hauptzeughaus und das  kurfürstliche Jägerhaus.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3.3 Dresden im Siebenjährigen  Krieg</span></p>
<p>Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618 bringt den  ersten Einschnitt in der Entwicklung der Stadt seit ihrer Wahl zur Residenz der  Albertiner. Kurfürst Johann Georg I. zog 1620 im Auftrag des Kaisers in den  Krieg und kämpfte gegen die böhmischen Protestanten und Calvinisten. Nachdem er  ein loses Bündnis mit den anderen evangelischen Fürsten gebildet hatte um den  Reichsfrieden wieder herzustellen und dieses Bestreben nicht erfüllt werden  konnte, verbündete er sich 1631 mit dem ebenfalls evangelischen Schwedenkönig  Gustav Adolf um nun gegen die kaiserlichen Truppen vorzugehen. Nach dem Tod  Gustav Adolfs auf dem Schlachtfeld wechselte er noch einmal die Seiten um gegen  die Schweden zu kämpfen, die Sachsen schwer zusetzten.<br />
Dresden selbst blieb  von den Kampfhandlungen verschont. Die Folgen des Krieges musste es in Form von  Hunger, Pest und steigender Armut ertragen. Nach Ende des Krieges war die  Bevölkerungszahl von etwa 17000 Menschen um die Hälfte zurückgegangen. Zum  Gedenken des Friedensvertrages zwischen Schweden und Sachsen ließ man den  Friedensbrunnen errichten.<br />
Die Wiederherstellung des alten Zustandes wurde  unter Johann Georg I. und seinem Nachfolger Johann Georg II. sehr stark  betrieben. Vergünstigungen für die Wirtschaft und die Söldner des nicht mehr  benötigten Heeres sorgten für ein erneutes Wachstum der Stadt. Johann Georg II.  pflegte während seiner Regentschaft Kunst und Kultur, vergrößerte den Hofstaat  und veranstaltete Feste, die die Stadt an Prunk zu einer Konkurrenz angesehener  Städte wie Paris machte.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-13/">Dresden als Residenzstadt (1/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-23/">Dresden als Residenzstadt (2/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-33/">Dresden als Residenzstadt (3/3)</a></p>
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		<title>Dresden als Residenzstadt (1/3)</title>
		<link>http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-13/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[1.Einleitung 2006 wurde Dresden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, nicht zuletzt aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bauwerke. Die Stadt zählt schon seit Jahrhunderten zu einer der schönsten Städte Europas und trägt Beinamen wie „Elbflorenz“. In dieser Arbeit sollen die Umstände beschrieben werden, unter denen die eher unbedeutende Stadt an der Elbe zu einer Stadt von internationalem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">1.Einleitung</span></p>
<p>2006 wurde Dresden in die Liste  des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, nicht zuletzt aufgrund ihrer  außergewöhnlichen Bauwerke. Die Stadt zählt schon seit Jahrhunderten zu einer  der schönsten Städte Europas und trägt Beinamen wie „Elbflorenz“. In dieser  Arbeit sollen die Umstände beschrieben werden, unter denen die eher unbedeutende  Stadt an der Elbe zu einer Stadt von internationalem Format  heranwuchs.Dresden wird dabei von der Gründung der Stadt bis in die frühe  Neuzeit betrachtet. Es soll aufgezeigt werden welchen Einfluss die Wettiner1  dabei nahmen. Dazu ist es nötig genauer auf die einzelnen Herrscher einzugehen,  da ihre Handlungen direkten Einfluss auf die Stadt nahmen.<span id="more-232"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2. Die Stadt von der Gründung bis zur frühen  Neuzeit</span></p>
<p>Dresden entstand aus den Entwicklungen der deutschen  Ostbewegung des 10. bis 14. Jahrhunderts. Allerdings spielt erst die Zeit ab dem  12.Jhd eine Rolle für die Stadtentwicklung, da vorher erst die neu gewonnenen  Gebiete (Mark Meißen) gesichert wurden und keine ernsthafte Siedlungspolitik  betrieben werden konnte. Erst nach der Sicherung der Herrschaft über die Mark  wurde durch Ansiedlung deutscher Bauern und eine einhergehende Christianisierung  der slawischen Bevölkerung eine Städtebildung möglich. Anziehend wirkte die  Region durch den beginnenden Silberabbau im Erzgebirge und durch die Gründung  der handelswichtigen Stadt Leipzig 1165.<br />
Dresden selbst geht auf eine Burg  zurück, deren Aufgabe die Sicherung eines Handelsweges war. Im Anschluss daran  wurde die Stadt Dresden gegründet. Die Gründung liegt im Zeitraum zwischen  1206(erstmalige Erwähnung der Burg) und 1216 (urkundliche Bezeichnung als  Stadt), das genaue Datum ist allerdings nicht bekannt. Namensgebend war dabei  eine slawische Siedlung östlich des Gründungsortes, „Drezdany“. Trotz der  günstigen Lage blieb Dresden im Mittelalter eine eher unbedeutende,  durchschnittliche Stadt. Auch das Dresden Ende des 13. Jhd der bevorzugte  Aufenthaltsort des Markgrafen Heinrich der Erlauchte war, änderte daran nichts.  Bis Ende des 15.Jhd bestand die Bevölkerung größten Teils aus Bauern und einigen  Händlern, die aber weniger vom Handel als von ihrem Grundbesitz lebten. Das  Stadtbild war durchschnittlich: Rathaus, 2 Kirchen (Frauenkirche und  Nikolaikirche), seit 1265 ein Franziskanerkloster und Bürgerhäuser.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. Die Stadt Dresden als  Residenzstadt<br />
3.1 Der Weg zur Residenzstadt</span></p>
<p>Nach dem  Tod des Kurfürsten Friedrich der Sanftmütige 1464 leiteten Kurfürst Ernst und  sein Bruder Herzog Albrecht der Beherzte die Geschicke Sachsens. Friedrich der  Sanftmütige hatte vor seinem Tod davor gewarnt, dass sächsische Gebiet zu  teilen, worauf hin Beide regierten. Ernst kümmerte sich um die inneren Belange  Sachsens während Albrecht häufiger außer Landes war, um z.B. Kriegsdienste für  den Kaiser zu leisten. Zu Streitigkeiten kam es daher nicht.<br />
Durch das  Aussterben der thüringischen Linie der Wettiner fiel ihnen 1482 Thüringen zu,  was zur Einheit aller wettinischen Gebiete führte. Während dieser Zeit  entwickelten sich Spannungen zwischen den Brüdern, da der Kurfürst während  seiner Abwesendheit anstatt Albrecht Beamte in Sachsen regieren ließ. Diese  Streitigkeiten führten 1485 zu Teilung des Gebietes in das Kurfürstentum Sachsen  (thüringischer Teil) und das Herzogtum Sachen (meißnischer Teil). Die Mark  Meißen ging dabei an Herzog Albrecht. Was die negative Splitterung des  wettinischen Geschlechts in 2 Nebenlinien zur Folge hatte, erwies sich  allerdings als entscheidender Punkt in der Geschichte Dresdens. Albrecht  entschied sich für Dresden als Residenzstadt des Herzogtums. Die Gründe dafür  sind nicht eindeutig bekannt, denn auch Meißen, der alte Sitz der Markgrafen,  Leipzig, als Wirtschaftszentrum oder das zentral gelegene Weißenfels wären  günstige Residenzstädte gewesen.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-13/">Dresden als Residenzstadt (1/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-23/">Dresden als Residenzstadt (2/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/dresden-als-residenzstadt-33/">Dresden als Residenzstadt (3/3)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die attische Tyrannis (3/3)</title>
		<link>http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-33/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[3.3. Die Söhne des Peisistratos Nach dem Tod des Tyrannen 528/27 übernahmen seine Söhne Hippias und Hipparchos die Herrschaft über Attika. Sie führten den eingeschlagenen Weg des Vaters fort. Zu entscheidenden Veränderungen kam es in der Zeit ihrer Herrschaft nicht.514 wurde dann bei einem Anschlag Hipparchos ermordet. Ziel der Attentäter, Harmodios und Aristogeiton, war die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">3.3. Die Söhne des  Peisistratos</span></p>
<p>Nach dem Tod des Tyrannen 528/27 übernahmen seine  Söhne Hippias und Hipparchos die Herrschaft über Attika. Sie führten den  eingeschlagenen Weg des Vaters fort. Zu entscheidenden Veränderungen kam es in  der Zeit ihrer Herrschaft nicht.514 wurde dann bei einem Anschlag Hipparchos  ermordet. Ziel der Attentäter, Harmodios und Aristogeiton, war die Tötung beider  Herrscher und somit die Beseitigung der Tyrannis gewesen.<span id="more-220"></span> Hippias, der den  Angriff als Bedrohung der Herrschaft betrachtete, sah darin ein Zeichen nun die  Zügel härter in die Hand zu nehmen. Viele Mitwisser der Verschwörung wurden  hingerichtet. Hippias veränderte seine Politik zu Gunsten der Machterhaltung, so  verstärkte er z.B. die Söldnertruppen auf Kosten der Bevölkerung. Mit Hilfe der  Spataner versuchte die Opposition nun die unbeliebt gewordene Tyrannis zu  stürzen. Der erste Versuch Hippias militärisch zu vertreiben scheitert 512/11.  Hippias hatte die Gefahr erkannt und Unterstützung von verbündeten Herrschern  erhalten. Der zweite Versuch der Spartaner, diesmal mit einem stärkeren Heer,  gelang (510). Hippias, der sich in die Akropolis zurückgezogen hatte, wurde  belagert. Als bei einem Fluchtversuch Angehörige seiner Familie gefangen  genommen wurden, gab er auf und verlies Attika.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. Schlussbetrachtung</span></p>
<p>Betrachtet  man die Art der Herrschaft der Tyrannen in Athen, so könnte man glauben, dass  ihr Wirken an sich keinen Einfluss auf die Demokratie in Athen hatte. Sie  herrschten weder extrem brutal, was den Wunsch nach einer gesellschaftlichen  Veränderung noch gestärkt hätte, noch begünstigten sie absichtlich eine  demokratische Entwicklung.<br />
Doch schon allein der Fakt, dass man nicht von den  extrem fortschrittlichen Reformen Solons abweicht, bringt den Stadtstaat näher  an die Demokratie. Wie Solon es beabsichtigte, verursachte der wachsende  Wohlstand eine Beruhigung der Verhältnisse. Seine Neugliederung der Gesellschaft  und Neuorganisation des politischen Lebens hätte früher oder später dazu  geführt, dass das Volk immer stärker am politischen Entscheidungsprozess teil  gehabt hätte. Fraglich ist nur ob die adligen Herrscher untätig zugesehen  hätten, wenn ihnen langsam das Machtmonopol entglitten wäre. Hier verhindert die  Tyrannis ein Eingreifen des Adels. Auch die Entwaffnung, die eigentlich zum  Schutz der Tyrannis diente, hat den positiven Effekt, dass sie die  Gesellschaftsschichten aneinander angleicht. Der einfache Bürger dürfte erkannt  haben, dass nicht nur die gottgewollte, alte Ordnung ein Weg zum Erfolg  darstellt und deshalb seinen Geist für Alternativen in der Staatsführung  geöffnet haben.<br />
So wird es verständlich, dass der Demos nicht mit Empörung  oder Unglauben reagierte als der adlige Kleisthenes, nach Ende der  Tyrannenherrschaft, verkündete sich gegen seine Standgenossen zu stellen, um  eine Volksherrschaft zu errichten. Das Volk stand hinter ihm und war gewillt die  neue Aufgabe anzunehmen. Wenige Jahre zuvor hätte diese Idee wahrscheinlich den  Vorstellungshorizont des Volkes überschritten. Doch nach den gesellschaftlichen  Veränderung, die in den Jahren zuvor stattfanden, hatte das Volk das nötige  Selbstbewusstsein erlangt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">5. Literaturverzeichnis</span></p>
<p>-H.  Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, München 1967<br />
-E. Langlotz, Bemerkungen  zu der Aufstellung der Tyrannenmördergruppe, erschienen in Gymnasium,  S.20-27<br />
-L. de Libero, Die archaische Tyrannis, Stuttgart 1996<br />
-J.F.  McGlew, Tyranny And Political Culture In Ancient Greece, London 1993<br />
-O.  Murray, Das frühe Griechenland, München 1982<br />
-C.W. Weber, Athen – Aufstieg  und Größe des antiken Stadtstaates, Wien 1979</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-13/">Die attische Tyrannis (1/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-23/">Die attische Tyrannis (2/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-33/">Die attische Tyrannis (3/3)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die attische Tyrannis (2/3)</title>
		<link>http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-23/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[3.1. Die solonischen Reformen Zur Zeit Solons hatte sich an den Spannungen nichts geändert. Das wirtschaftliche Standbein der attischen Bevölkerung blieb die Agrarwirtschaft, obwohl die Einseitigkeit dieses Wirtschaftssystems erst zu den Problemen dieser Zeit führte. Als „Schlichter“ wurde 594 Solon durch die beiden verfeindeten Parteien, Demos und Adel, gewählt und eingesetzt. Radikal veränderte er die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">3.1. Die solonischen Reformen</span></p>
<p>Zur  Zeit Solons hatte sich an den Spannungen nichts geändert. Das wirtschaftliche  Standbein der attischen Bevölkerung blieb die Agrarwirtschaft, obwohl die  Einseitigkeit dieses Wirtschaftssystems erst zu den Problemen dieser Zeit  führte.<br />
Als „Schlichter“ wurde 594 Solon durch die beiden verfeindeten  Parteien, Demos und Adel, gewählt und eingesetzt. Radikal veränderte er die  Gesellschaft. Schulden wurden aufgehoben, die Leibeigenschaft abgeschafft. Dem  bürgerlichen Forderung nach Neuverteilung des Bodens kam er allerdings nicht  nach.<span id="more-218"></span><br />
Damit diese sozialen Veränderungen nicht wirkungslos blieben, musste  auch ökonomische Änderungen vorgenommen werden. Als krisenfestere Alternative  zum Ackerbau stärkte Solon den Import und Export. Die Bevölkerung Athens war  dadurch nicht mehr vollständig abhängig von erfolgreichen Ernten. Diese  Konzentration auf Handel mit anderen Regionen brachte ´neue´ Wirtschaftszweige  hervor. Waren bisher hauptsächlich die Bauern wichtig, so konnten jetzt auch  Handwerk und Händler sich entwickeln. Beides unterstützte er mit Gesetzen.  Eltern waren nun dazu gezwungen ihren Söhnen eine handwerkliche Ausbildung  zukommen zu lassen. Handwerkern und Händlern, die aus ihrer Heimat vertrieben  wurden, sicherte er die Bürgerschaft zu, sollten sie sich in Athen  ansiedeln.<br />
Wichtig ist auch die Veränderung des politischen Mitspracherechts  der Bevölkerung. Solon löste sich vom Geburtsrecht der Aristokratie und führte  ein System ein, dass die Mitsprache über den Besitz regelte.1 Jedem Bürger wurde  dadurch ein Mitwirken an politischen Entscheidungen ermöglicht, ohne die  Herrschaft der Aristokraten in Frage zu stellen. Da sie den größten Besitz  hatten, blieb ihnen auch der größte politische  Handlungsspielraum.Bemerkenswert ist, dass Solon nie selbst nach der Macht  des Tyrannen strebte obwohl er in seiner Position keine Probleme bei der  Errichtung einer Tyrannis gehabt hätte. Sein Ziel war es, sie zu verhindern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3.2. Die Tyrannis unter  Peisistratos</span></p>
<p>Als sich kurz (2-3 Jahre) nach den Reformen nichts  geändert hatte, wurde die attische Bevölkerung ungeduldig. Der Staat fiel wieder  in chaotische Zustände zurück und begünstigte erneut den Versuch eines Adligen  sich zum Tyrannen aufzuwerfen. Damasias, 582 zum Archon gewählt, nutzte seine  Position und die Wirren dieser Zeit aus, um seine Amtszeit, gesetzlich 1Jahr,  nach eigenem Ermessen zu verlängern. Seine Standesgenossen bemerkten die Gefahr  und schafften es ein letztes Mal, mit Hilfe der Hopliten, die Tyrannis zu  verhindern. Der Wunsch sich selbst zum Tyrannen zu machen, blieb aber erhalten.  In den nächsten Jahren bildeten sich 3 Parteien [Pedaiker(Bewohner der  Kephisos-Ebene), Paralier(Küstenbewohner), Diakrier oder Hyperakrier(Bewohner  des östlichen Gebirgslandes)], deren Führer es sich zum Ziel gemacht hatten, die  Macht zu ergreifen. Dabei versuchten sie jetzt auch das Volk auf ihre Seite zu  bringen. Führer der Diakrier war Peisistratos, ein Adliger, der sich durch  militärische Erfolge Ansehen erworben hatte. Durch einen fingierten  Attentatsversuch, bei dem er sich selbst verletzte, gelang es ihm erstmals die  Macht an sich zu reißen. Zu seinem Schutz bekam er eine Keulenträgerleibwache  gestellt. Mit Hilfe seiner Anhänger und der Leibwache besetzte er die Akropolis  (wahrscheinlich 561/60). Die vorher verfeindeten Pedaiker und Paralier  verbündeten sich gegen den Alleinherrscher und stürzten ihn. Peisistratos, der  sich nicht gegen die solonische Ordnung gestellt hat, wurde nicht aus Athen  vertrieben.<br />
Die 3 Parteien blieben bestehen, im Laufe der Zeit löste sich das  Zweckbündnis zwischen Pedaikern und Paraliern. Peisistratos knüpfte ein Bündnis  mit den Paraliern, indem er die Tochter ihres Anführers Megakles heiratete.  Gestärkt durch dieses Bündnis schwang sich Peisistratos erneut zum Tyrannen über  Athen auf. Streitigkeiten zwischen dem Tyrannen und Megakles führten aber dazu,  dass dieser wieder die Seiten wechselte. Ohne diese Unterstützung konnte sich  Peisistratos allerdings nicht gegen seine Gegner behaupten, wurde erneut  gestürzt und nun auch vertrieben.<br />
Doch sein Ziel, die Herrschaft über Athen  zu gewinnen, gab er nicht auf. Im Exil baute sich der Vertriebene eine neue  Machtbasis auf. In Rhaikelos, einer eretrischen Kolonie, wuchs sein Vermögen  durch die Gewinnung von Bodenschätzen. Dieser Reichtum ermöglichte es ihm  Söldner für sein Vorhaben zu rekrutieren.<br />
539 kehrte er dann nach Athen  zurück: Mit Hilfe der Söldner und seiner alten Anhängerschaft gelang es nun  endgültig seine Alleinherrschaft durchzusetzen. Während seiner Herrschaft hielt  er sich an die solonischen Reformen und förderte deren Durchführung. Wie von  Solon erwartet, blühte die Stadt auf, die sozialen Spannungen verminderten sich  durch den steigenden Reichtum. Gewinner der Herrschaft des Peisestratos war vor  allem das einfache Volk, Verlierer die Aristokratie. Wie das einfache Volk  wurden auch die Aristokraten zum Schutz der Tyrannis entwaffnet, was ihnen ihre  militärische Macht nahm. In ihrer Position als Richter wurden sie von neu  eingeführten „Demenrichtern“ ersetzt. Zur Wahl für führende Ämter der Polis  konnten sich nur noch Familienmitglieder oder Verbündete des Tyrannen stellen.  Zusätzlich wurde den Adligen durch aufsteigende Händler und Gewerbetreibende  ihre ökonomische Überlegenheit streitig gemacht. Die Macht des attischen Adels  war gebrochen, das Volk hatte ihren Glauben an die alte, „gottgewollte Ordnung“  verloren.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-13/">Die attische Tyrannis (1/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-23/">Die attische Tyrannis (2/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-33/">Die attische Tyrannis (3/3)</a></p>
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		<title>Die attische Tyrannis (1/3)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1.Einleitung Als Tyrannis bezeichnet man eine diktaturartige Herrschaftsform in Griechenland, die etwa vom Ende des 7.Jhd v. Chr. bis in die hellenistische Zeit auftrat. Diese Arbeit handelt von der attischen Tyrannis und welchen Einfluss sie auf die weitere Entwicklung des Stadtstaates hatte. Bemerkenswert ist ja vor allem der Wandel von einer aristokratisch geführten Gesellschaft zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">1.Einleitung</span></p>
<p>Als Tyrannis  bezeichnet man eine diktaturartige Herrschaftsform in Griechenland, die etwa vom  Ende des 7.Jhd v. Chr. bis in die hellenistische Zeit auftrat.<br />
Diese Arbeit  handelt von der attischen Tyrannis und welchen Einfluss sie auf die weitere  Entwicklung des Stadtstaates hatte. Bemerkenswert ist ja vor allem der Wandel  von einer aristokratisch geführten Gesellschaft zur Demokratie. Welche Rolle  hatte die Tyrannis dabei inne? Um diese Frage zu klären, muss man die  Vorgeschichte und die Geschichte der attischen Tyrannis kennen. Zur Untersuchung  dieser Geschichte stehen der Wissenschaft allerdings nur wenige glaubhafte  Quellen zur Verfügung. Hauptsächlich bezieht sich die Forschung auf nicht  zeitgenössische Berichte. (z.B. Aristoteles oder Herodot) Das Problem hierbei  ist, dass sich im Laufe der Zeit die Berichte verändern und neu bewertet werden.  Trotzdem ist es gelungen, vor allem im Fall der attischen Tyrannis, ein gutes  Bild der Vorgänge zu erstellen.<span id="more-216"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2. Die ältere Tyrannis im  Allgemeinen</span></p>
<p>Die ältere Tyrannis entstand aufgrund  wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen im 8. bis 6.Jhd. v. Chr. Adligen  Herrschern, denen bisher Herkunft und Ruhm wichtig gewesen waren, strebten nun  nach Macht und Reichtum. Man versuchte möglichst viel Einfluss auf die  Gestaltung des öffentlichen Lebens zu bekommen. Leidtragende dieser Entwicklung  war die einfache Bevölkerung, welche keinen Schutz vor der herrschaftlichen  Willkür hatte. Ein geschriebenes Rechtssystem gab es noch nicht. Ein hartes  Schuldrecht führte zur Enteignung und Leibeigenschaft. Grundbesitzer, die nicht  in die Leibeigenschaft gerieten, bewaffneten sich und bildeten die Hopliten.  Diese Truppen wurden, da sie das Militärmonopol des Adels schwächten, einen  neuen Machtfaktor. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen wurden sie  unverzichtbar. Diese Schwächung des Adels und die gleich bleibend schlechte  Situation des Volkes verstärkte den Wunsch nach einer gerechteren Ordnung. Da  man den Herrschaftsanspruch der Aristokraten noch nicht in Frage stellte, wurde  es für einzelne Adlige durch Ausnutzung der Wünsche des Volkes leicht sich über  ihre Standesgenossen zu erheben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. Die Tyrannis in  Athen</span></p>
<p>Wichtig für das Verständnis der attischen Tyrannis ist die  Betrachtung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen in Attika.  Existenzgrundlage der Region war im 7.Jhd die Landwirtschaft. Wie im übrigen  Griechenland auch herrschten Aristokraten unangefochten. Da es kein  geschriebenes Recht gab, konnten sie willkürlich über ihre Untertanen  entscheiden. Eine harte Durchsetzung des Schuldrechtes hatte große Teile der  Bevölkerung in die Abhängigkeit gebracht. Missernten zwangen die Bauern zur  Aufnahme von Krediten auf ihr Land, später auch auf sich selbst aufzunehmen und  waren so in Abhängigkeit geraten. Gewinner dabei war der Adel, der durch seinen  Reichtum in der Lage war Kredite zu geben.<br />
Die Konzentration des Besitzes in  wenigen Händen sorgte Ende des 7.Jhd. für starke Spannung und dem Wunsch nach  Veränderung. Hinzu kamen Berichte über alternative Herrschaftssysteme in  griechischen Kolonien.<br />
Mit Unterstützung der geknechteten Bauernschaft und  der Hopliten wäre es leicht für einen ehrgeizigen Adligen sich selbst über seine  Standesgenossen zu erheben. Der erste Versuch eine Tyrannis zu errichten,  durchgeführt durch Kylon, begründete sich aber noch auf egoistischer Machtgier  ohne die Unterstützung des Volkes gewonnen zu haben. Daraus resultiert Kylons  Scheitern.<br />
Zwischen 636 und 624 v. Chr. besetzte Kylon zusammen mit seinen  Anhängern die athenische Akropolis, konnte sich aber gegen die Belagerung durch  seine Standesgenossen und Hopliten nicht durchsetzen. Die Aufständischen wurde  Schonung versprochen, falls sie sich ergeben sollten. Dieses Versprechen wurde  nicht eingehalten, die Anhängerschaft Kylons ermordet.Die Angst des Adels  vor einer Tyrannenherrschaft brachte die Einsicht mit sich, dass Veränderungen  nötig waren um den Fortbestand der bisherigen Ordnung zu sichern. Erster Schritt  dazu war die Niederschrift geltenden Rechts durch Drakon. Zwar änderte sich  dadurch nicht viel an der Lage des Volkes, das weiterhin arm blieb aber eine  willkürliche Rechtsprechung wurde unterbunden. Die Spannungen zwischen  herrschender Klasse und einfacher Bevölkerung blieben bestehen.</p>
<p>Artikel zum Thema:</p>
<p><a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-13/">Die attische Tyrannis (1/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-23/">Die attische Tyrannis (2/3)</a><br />
<a href="http://studentenhelfer.org/2010/06/die-attische-tyrannis-33/">Die attische Tyrannis (3/3)</a></p>
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