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4Jun/100

Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (4/4)

3.4 Die Überwindung der Wirtschaftskrise 1932 - 1937

Als sich unter Brüning keine Besserung der Situation abzeichnete, ergriffen die Gewerkschaften die Initiative und ließen den WTB-Plan erstellen. Man ging davon aus, dass eine Überwindung der Krise nur noch möglich war, indem die Regierung durch Geldschöpfung die Konjunktur belebte. Man widerlegte den Einwand, dass die vorgeschlagene Geldschöpfung eine unkontrollierbare Inflation hervorrufen müsse.
Endgültig überzeugen konnte man Brüning und den Reichsbankpräsidenten davon nicht, weshalb der Plan nicht vollständig umgesetzt werden konnte. Dennoch konnte man sich auf darauf einigen, Teile des Programms durchzusetzen. 135 Mio. Reichsmark sollten auf legalem Weg, zur Subventionierung verschiedener Baumaßnahmen, geschöpft werden.

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4Jun/100

Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (3/4)

3.2 Die Weimarer Republik in der Wirtschaftskrise

In den folgenden Jahren stieg die Arbeitslosenquote weiter, bis sie ihren Höchststand 1932, inoffiziell ca. 33%, erreichte. Inoffiziell, da viele Arbeitslose sich nicht mehr meldeten, weil sie ohnehin keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung hatten.
Besonders stark betroffen waren die Arbeitnehmer im Bausektor. "Im Februar 1932 ermittelten die Gewerkschaften der Bauarbeiter, dass 90,2 Prozent ihrer Mitglieder von Arbeitslosigkeit oder von Kurzarbeit betroffen waren." Insgesamt verringerten die Beschäftigungszahlen in diesem Sektor von 2.075 Mio. 1928 auf 775000 1932.

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4Jun/100

Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (2/4)

2.1.2 Folgen der Inflation

Trotz der negativen Folgen der Inflation, wie der Vernichtung von angelegtem Privatvermögen oder den Problemen bei der Versorgung der arbeiteten Bevölkerung, hatte sie auch Vorteile für die Gesellschaft, Wirtschaft und Regierung der Weimarer Republik.
Durch den Wertverlust des Geldes war es Staat, Gemeinden und privaten Schuldnern möglich ihre Schulden abzuschütteln. Man zahlte den Nennwert der Schuld zurück, obwohl auch hohe Beträge im Grunde wertlos waren. Laut Blaich hätte die 154 Mrd. Mark betragende inneren Kriegsschuld am 15. November 1923 1913 eine Kaufkraft von 15,4 Pfennig.
Ein weiterer positiver Effekt der Inflation war die Investitionsfreudigkeit der Unternehmer. So war es möglich, die hohe Zahl an Arbeitslosen, die durch die Rückkehr der Soldaten aus dem Krieg verursacht wurde, schnell abzubauen.

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4Jun/100

Inflation und Wirtschaftskrise in der Weimarer Republik (1/4)

1.Einleitung

Die zwanziger Jahre werden, auch in Deutschland, gern als die "Goldenen Zwanziger" bezeichnet, als eine Zeit der politischen und kulturellen Befreiung. Falsch ist diese Aussage nicht, betrachtet man nur die Entwicklungen auf geistiger und kultureller Ebene. Beschäftigt man sich allerdings intensiver mit der Weimarer Republik, geht viel vom goldenen Glanz verloren. Nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch politische Machtkämpfe und wirtschaftliche Krisen bestimmten die Tagesordnung der ersten deutschen Demokratie. Gegenstand dieser Arbeit sollen vor allem der wirtschaftliche Aspekt dieser Zeit sein, von der Währungskrise anfang der zwanziger Jahre über die "Dollarscheinblüte" bis zum wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem damit verbundenen Ende der Weimarer Republik. Interessant ist dabei besonders inwieweit die beiden großen Krisen miteinander verbunden sind und internationale Faktoren diese beeinflusst haben. Eine weitere Frage ist, ob die Wirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre vermeidbar gewesen wäre, hätte die politische Führung anders auf sie reagiert.

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3Jun/100

Dresden als Residenzstadt (3/3)

3.3.1 Die augusteische Zeit

1694 trat Kurfürst Friedrich August I. seine Regentschaft in Dresden an. Als Nachgeborener wäre er nicht zum Regierenden geworden, bekam deshalb eine militärische Ausbildung. 1687 bis 1689 bereiste er Europa und sammelte Eindrücke am Hof Ludwigs XIV. und lernte die Kunst Italiens kennen, die seine Sicht auf eine fürstliche Lebensweise beeinflussten.
Der frühe Tod seines Bruders Johann Georg IV. und dessen Kinderlosigkeit brachte Friedrich August I. in die Herrscherposition. Mit Hilfe des Übertritts zum Katholizismus erhielt er die Königskrone Polens und wurde somit der erste König aus der Linie der Albertiner. Dresden musste nun einen König repräsentieren. Bauliche Veränderungen folgten daraus, unter anderem der Zwinger und der Umbau der Frauenkirche, ein neues Rathaus und zahllose Gärten und Landhäuser in und um Dresden. Friedrich August I. setzte die Eindrücke seiner früheren Europareise jetzt um.

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3Jun/100

Dresden als Residenzstadt (2/3)

3.2. Die Residenzstadt Dresden bis zum Dreißigjährigem Krieg

Die Wahl der Stadt zur Residenzstadt stellte den Wendepunkt in der Stadtentwicklung Dresdens dar. Während der Regierungszeit Albrechts war allerdings nur der Städtebrand 1491 von größerer Bedeutung für das Stadtbild, ansonsten blieben größere Veränderungen aus. Ab 1488 lenkte ohnehin Albrechts Sohn Herzog Georg der Bärtige die Geschicke des Landes, da Albrecht selbst ständig außer Landes war. Unter Georg begann die Wandlung der mittelalterlichen Stadt zur Residenzstadt. Wichtig für das Stadtbild war der Bau des Georgenbaus (1530-35), das erste Renaissancegebäude Dresden.

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3Jun/100

Dresden als Residenzstadt (1/3)

1.Einleitung

2006 wurde Dresden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, nicht zuletzt aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bauwerke. Die Stadt zählt schon seit Jahrhunderten zu einer der schönsten Städte Europas und trägt Beinamen wie „Elbflorenz“. In dieser Arbeit sollen die Umstände beschrieben werden, unter denen die eher unbedeutende Stadt an der Elbe zu einer Stadt von internationalem Format heranwuchs.Dresden wird dabei von der Gründung der Stadt bis in die frühe Neuzeit betrachtet. Es soll aufgezeigt werden welchen Einfluss die Wettiner1 dabei nahmen. Dazu ist es nötig genauer auf die einzelnen Herrscher einzugehen, da ihre Handlungen direkten Einfluss auf die Stadt nahmen.

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3Jun/100

Die attische Tyrannis (3/3)

3.3. Die Söhne des Peisistratos

Nach dem Tod des Tyrannen 528/27 übernahmen seine Söhne Hippias und Hipparchos die Herrschaft über Attika. Sie führten den eingeschlagenen Weg des Vaters fort. Zu entscheidenden Veränderungen kam es in der Zeit ihrer Herrschaft nicht.514 wurde dann bei einem Anschlag Hipparchos ermordet. Ziel der Attentäter, Harmodios und Aristogeiton, war die Tötung beider Herrscher und somit die Beseitigung der Tyrannis gewesen.

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3Jun/100

Die attische Tyrannis (2/3)

3.1. Die solonischen Reformen

Zur Zeit Solons hatte sich an den Spannungen nichts geändert. Das wirtschaftliche Standbein der attischen Bevölkerung blieb die Agrarwirtschaft, obwohl die Einseitigkeit dieses Wirtschaftssystems erst zu den Problemen dieser Zeit führte.
Als „Schlichter“ wurde 594 Solon durch die beiden verfeindeten Parteien, Demos und Adel, gewählt und eingesetzt. Radikal veränderte er die Gesellschaft. Schulden wurden aufgehoben, die Leibeigenschaft abgeschafft. Dem bürgerlichen Forderung nach Neuverteilung des Bodens kam er allerdings nicht nach.

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3Jun/100

Die attische Tyrannis (1/3)

1.Einleitung

Als Tyrannis bezeichnet man eine diktaturartige Herrschaftsform in Griechenland, die etwa vom Ende des 7.Jhd v. Chr. bis in die hellenistische Zeit auftrat.
Diese Arbeit handelt von der attischen Tyrannis und welchen Einfluss sie auf die weitere Entwicklung des Stadtstaates hatte. Bemerkenswert ist ja vor allem der Wandel von einer aristokratisch geführten Gesellschaft zur Demokratie. Welche Rolle hatte die Tyrannis dabei inne? Um diese Frage zu klären, muss man die Vorgeschichte und die Geschichte der attischen Tyrannis kennen. Zur Untersuchung dieser Geschichte stehen der Wissenschaft allerdings nur wenige glaubhafte Quellen zur Verfügung. Hauptsächlich bezieht sich die Forschung auf nicht zeitgenössische Berichte. (z.B. Aristoteles oder Herodot) Das Problem hierbei ist, dass sich im Laufe der Zeit die Berichte verändern und neu bewertet werden. Trotzdem ist es gelungen, vor allem im Fall der attischen Tyrannis, ein gutes Bild der Vorgänge zu erstellen.

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