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17Mai/110

Direct Order – mehr Einnahmen durch Direktaufträge

Mit Textbroker und Content.de lässt sich ein hübscher kleiner Nebenverdienst erwirtschaften. Dreistellige Beträge sind hier kein Problem, weshalb die Textbörsen zu den besten einsteigerfreundlichen Verdienstmöglichkeiten im Internet gehören. Auf Dauer wird man mit den von den Betreiber festgelegten Honoraren nicht zufrieden sein und sich lukrativere Aufträge wünschen. An diesem Punkt wird die Direct Order interessant, da hier die Preise vom Autoren selbst festgelegt werden können. Deshalb nimmt jeder Textbroker- und Content.de-Texter mit Freuden Direktaufträge an. Fakt ist aber, dass die wenigsten wirklich in diesen Genuss kommen. Und das liegt nicht allein an allzu sparsamen Auftraggebern.

Warten auf den lukrativen Auftrag

Wie in jedem anderen Job auch, lernt man die Bedingungen des Texterlebens als Quereinsteiger auf die harte Tour. Dazu gehört eben auch der Umgang mit den Widrigkeiten der Auftragsbeschaffung. Während diese bei den Textbörsen relativ einfach vonstattengeht, liegen die Verdienstmöglichkeiten etwas unter Niveau. Wer sein Taschengeld weiter aufbessern und beginnen möchte, ernsthaft zu verdienen, muss sich einen festen Kundenstamm aufbauen.

Der Schlüssel dazu sind in erster Linie gute Texte. Es ist kein Geheimnis: Nur zufriedene Kunden kaufen zweimal. Egal, ob nun im Mediamarkt oder bei Textbroker. Das Produkt muss stimmen. Ob es das tut, erfährt mein bei den Content-Brokern über das praktische Bewertungssystem. Wer hier immer wieder Mängel bescheinigt bekommt, muss an seinen Fehlern arbeiten. Hinweise liefert unter Umständen das Feedback der Textbroker-Redaktion. Bei einem unzufriedenen Kunden nachzufragen, kann man sich in der Regel sparen. Die Antwort bleibt mit großer Wahrscheinlichkeit aus. Passt der Stil und die Grammatik, steigt auch die Chance, eine der begehrte Direct Orders abzufassen.

Garantien gibt es allerdings nicht, denn selbst bei durchgehend guten und sehr guten Bewertungen können die Direktaufträge ausbleiben. Diese Erfahrung durfte ich im ersten halben Jahr meiner Schreibtätigkeit machen. Trotz bester Kritiken wollte kaum ein Auftraggeber Texte bei mir ordern. Auf die ersten 100 Artikel kamen gerade einmal 2 Direct Orders - und damit bin ich kein Einzelfall. Einige Kollegen arbeiten schon seit Jahren beinahe ausschließlich Open Orders ab. Andere hingegen sind nach wenigen Monaten so begehrt, dass sie fast pausenlos mit der Bearbeitung von Direktaufträgen beschäftigt sind. Dabei sind es nicht einmal Qualitätsunterschiede, die diese völlig verschiedene Beschäftigungssituation verursachen, sondern das Unvermögen der einen und das Talent der anderen mit Kunden umzugehen.

Direct Order erhalten - selbst ist der Mann

Wie eingangs erwähnt, führt der Weg zur Direct Order über gute Artikel. Ist dieses Kriterium erfüllt, liegt es an den eigenen Bemühungen, ob aus einem zufriedenen Auftraggeber ein Dauerkunde wird. Der zweite Schritt ist deshalb eine freundliche Mai. Die könnte beispielsweise mit einem Dankeschön für die gute Bewertung begonnen werden, um anschließend zum eigentlichen Kern zu kommen. Der Auftraggeber wird darauf hingewiesen, dass man selbst einiges an Expertise zum Thema XYZ besitzt und schon deshalb Interesse daran hat, mehr Texte in dieser Richtung zu schreiben. Man könne die Chance ja nutzen und das Geschäftsverhältnis vertiefen.

In vielen Fällen braucht es nicht mehr als das, um Schlag auf Schlag mehr Aufträge und mehr Einnahmen zu verzeichnen. Nicht immer wird daraus eine regelmäßige Zusammenarbeit. Das scheitert oft schon daran, dass der Auftraggeber nicht ständige neue Texte benötigt. Dennoch ist die Chance deutlich höher, dass er sich im Fall der Fälle an unsere gute Leistung erinnert und einen Direktauftrag vergibt, anstatt eine Open Order auszulösen.

Wer bittet, verliert!

Ob das Unternehmen gelingt, hängt nicht zuletzt vom richtigen Ton ab. Viele Menschen gehen sehr vorsichtig auf ihr Gegenüber zu und formulieren ihre Anfrage zurückhaltend. Das vermittelt unter Umständen Unsicherheit und ist deshalb nicht unbedingt ein Pluspunkt. Im Gegenteil, viele Auftraggeber reagieren eher, wenn man sie freundlich aber bestimmt anspricht und keinen Hehl aus den eigenen Absichten macht. Überzeugen kann nur, wer überzeugt ist oder zumindest den Eindruck hinterlässt.

Ein Erfolgsgarant wird das Ganze, wenn man die Vorteile der Zusammenarbeit glaubhaft vermitteln kann. Dazu gehört natürlich, die eigenen Fähigkeiten darzustellen (ohne dabei arrogant zu wirken) und dem Auftraggeber klar zu machen, warum es sich für ihn lohnt, Direktaufträge zu erteilen, obwohl diese etwas mehr kosten. Wem das gelingt und wer anschließend die Erwartungen erfüllen kann, wird auf Dauer einen treuen Kundenstamm aufbauen und letztlich deutlich mehr verdienen.

Allerdings sollte man sich nicht entmutigen lassen, wenn der Kundenkontakt nicht sofort nach Plan funktioniert. Hin und wieder wird man keine Antwort erhalten, obwohl man alles richtig gemacht hat. Die Gründe können vielfältig sein: Auftaggeber-Eintagsfliegen, Faulheit, aber auch Geiz. Letztlich sind das aber Kunden, auf die man verzichten kann.

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