Studentenhelfer.org
5Mai/110

Content.de – die Besonderheiten

Obwohl Content.de gravierende Ähnlichkeiten mit Textbroker aufweist, wäre es falsch von einer einfachen Kopie zu sprechen. Wie ich schon im vorhergehenden Artikel zu dieser Textbörse erwähnt habe, hat sich das Portal seit der Eröffnung kontinuierlich weiterentwickelt. Heute bietet es den Auftraggebern und -nehmern eine ganze Reihe an interessanten Features. Auf einige dieser Besonderheiten möchte ich heute näher eingehen.

Faires Bewertungssystem und sinnvolle Aufstufungen

Einer der größten Kritikpunkte an Textbroker ist die Art der Autorenbewertung. Da von dieser die eigene Bezahlung abhängt, würden sich viele Texter ein transparentes System wünschen. Der Contentbroker hat hier eine eigene Methode entwickelt, die leicht nachvollziehbar, aber eben nicht sonderlich durchschaubar ist: Jeder einzelne Text eines Autoren wird von der Redaktion des Unternehmens einer Prüfung unterzogen und erhält anschließend eine Bewertung zwischen 2 und 5 Sternen. Aus den Bewertungen der letzte fünf Texte ergibt sich die Stufe des Autoren. Dazu wird der Mittelwert errechnet und anschließend gerundet. Das macht insofern Sinn, dass jeder Texter gezwungen ist, permanent gute Arbeiten abzuliefern, um sein Niveau zu halten - zumindest in der Theorie.

In der Praxis ist es kaum vorstellbar, dass die Textbrokerredaktion jeden Text tatsächlich auf Herz und Nieren prüft. Stattdessen liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei den Bewertungen häufig um Pauschalurteile handelt. Frei nach dem Motto: Autor X schreibt seit Wochen ähnlich gute Texte mit einer 4er Qualität, also sind dieses Mal vermutlich auch nur 4er Texte dabei. Diese Vermutung passt auch zur Aussage vieler Autoren, dass Benachrichtigungsmails über neue Bewertungen im Sekundentakt im Postfach eintreffen. Unabhängig davon, ob fünf oder 50 Texte durch die Kontrolle gehen. Kritische Fragen sind so vorprogrammiert. Ebenfalls kritisiert wird, dass Kundenbewertungen nicht in die Autorenbewertung einfließen und so selbst Texter mit durchgängig sehr guten Kritiken kaum Chancen auf eine Höherstufung haben. Alles in allem für viele ein eher unbefriedigendes System.

Content.de geht hier glücklicherweise einen anderen Weg und macht die Bewertungen eines Autoren von mehreren Kriterien abhängig. Zu diesen zählen auch die Kundenmeinungen und die Häufigkeit, mit der Direct Order erteilt wurden. Eine Bewertung durch die Content.de-Redaktion findet meines Wissens ebenfalls statt, die Ergebnisse bleiben aber in den Geschäftsräumen des Unternehmens. Dennoch kann man sich darauf verlassen, mit durchgehend guten und sehr guten Kritiken früher oder später aufgestuft zu werden.

Möglich ist das übrigens dank eines sinnvoller gestaltetem Bewertungssystems für Texte. Textbroker lässt den Auftraggeber Noten vergeben, während Content.de auf die etwas subjektiveren, aber gleichzeitig aussagekräftigeren Erwartungen eines AGs abzielt. So werden Texte nicht mit "super", "gut" oder "ausreichend" bewertet, sondern erhalten Kritiken wie "Erwartungen erfüllt" oder "Erwartungen übertroffen".

Hohes Pensum möglich

Wer bei Textbroker schreibt, wählt einen Artikel aus dem Auftragspool und kann anschließend diesen und nur diesen Text bearbeiten. Selbst der Blick auf andere Aufträge bleibt während dieser Zeit versperrt. Das ist natürlich schade, denn in Arbeitspausen ist es immer wieder interessant, zu sehen, was als nächstes kommen könnte. Bei schwierigen Aufträgen liefert es zudem einen nicht zu unterschätzenden Motivationsschub, wenn man einen Auftrag zum Lieblingsthema entdeckt.

Auf diesen zusätzlichen Antrieb muss man bei Content.de nicht verzichten. Mehr noch: Es ist nicht nur möglich auch während des Schreibens in den Aufträgen zu surfen, es können auch insgesamt fünf Texte gleichzeitig zur Bearbeitung angenommen werden. Ist etwas zum Leib- und Magenthema dabei, muss man nur schnell sein. Dieser Ansatz bleibt nicht unkritisiert. So mancher Texter fürchtet, dass allzu gierige Zeitgenossen eine Reihe von Texten annehmen und sie dann bis zur Abgabegrenze und darüber hinaus in ihrem Account liegen haben. Mit diesem Punkt liegen die Kritiker sicher richtig, allerdings kann das bei Textbroker, wenn auch in kleinerem Stil, genauso passieren. Für mich als Schreiberling macht es dabei keinen Unterschied, ob ich mein Lieblingsthema nicht bearbeiten kann, weil ich gar nicht sehe, dass es da ist oder ob ich es mir eventuell für später sicher kann, wenn ich nur schnell genug bin.

SEO-Texte 2.0

Textbroker hat die automatische Keywordprüfung eingeführt und Content.de hat sie durch sogenannte Stoppwörter sinnvoll auf die nächste Stufe gebracht. Starre Keywordkombinationen sind beim Schreiben ein unheimliches Ärgernis. Geht ein Auftraggeber zu unbedacht an seine Vorgaben heran, gehen selbst geübten Wortakrobaten die Ideen aus. Keywords wie "Texte kaufen online" lassen sich kaum in einen grammatikalisch richtigen Satz einbauen. Dennoch werden solche Kombinationen immer wieder nachgefragt.

Nun ist es ein Trugschluss zu glauben, in den Suchmaschinen könnte man leichter punkten, wenn die Suchanfrage genau in dieser Form im Text vorkommt. Tatsächlich haben Google und Co. mittlerweile keinerlei Probleme mehr damit, zwischen Keywords stehende Wörter auszulassen. Selbst verschiedene Fälle stellen kein Problem dar. Starres Beharren auf eine Keywordphrase schon, zumindest für die Texter.

Content.de hat in diesem Zusammenhang die Stoppwörter eingeführt. Hinter diesem Begriff verbirgt sich schlicht die Möglichkeit zwischen Keywords weitere Wörter einzuschieben, um so wieder sinnvolle und klingende Sätze schreiben zu können. Bei den Auftraggebern trifft diese Möglichkeit auf wachsenden Anklang. Zumindest dann, wenn die Texte für menschliche Leser bestimmt sind.

veröffentlicht unter: Geld Kommentar schreiben
Kommentare (0) Trackbacks (0)

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.


Kommentar schreiben

Du musst angemeldet sein, um ein Kommentar schreiben zu können.

Noch keine Trackbacks.