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18Mrz/112

Content.de – besser als das Original (Textbroker)?

Wer sich als Student im Internet einen Nebenverdienst erarbeiten will, hat im Idealfall mehrere Einnahmequellen. In den letzten Artikeln bin ich auf das sehr gut gelöste System von Textbroker eingegangen, das sich hervorragend für schreibbegeisterte Menschen eignet. Allerdings schwächelt auch ein Marktführer hin und wieder, was sich in einer dünnen Auftragslage bemerkbar macht. Zwar habe ich keinen Tag erlebt, an dem nicht mindestens 1000 Aufträge auf die Bearbeitung warteten, manchmal ist aber einfach nicht das Richtige dabei. In dieser Situation wende ich mich dann an Content.de, den inoffiziellen Zwilling von Textbroker.

Besser gut kopiert als schlecht selbst erdacht

Auch wenn die Funktionsweise des Dienstes etwas Anderes erwarten ließe, ist Content.de nicht mit Textbroker verbandelt. Beide Portale werden von unterschiedlichen Unternehmen betrieben und entwickelt. Textbroker ist allerdings schon seit gut fünf Jahren am Markt, während Content.de erst vor etwa einem Jahr die Türen öffnete und sich zuvor reichlich Inspiration bei der Konkurrenz geholt hatte. Genau genommen gibt es bei den wichtigsten Funktionen zwischen den beiden Diensten keine Unterschiede. So sind etwa die Anmeldeprozedur, die Auftragsannahme und Abwicklung und die Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Kunden nahezu identisch. Selbst die von Textbroker bekannten Direct Orders finden sich auf Content.de wieder, inklusive des Mindestpreises von 1,5 Cent pro Wort.

Eigenständige Weiterentwicklung und neue Verdienst und Vergütungsmöglichkeiten

Trotz der gravierenden Ähnlichkeiten brachte Content.de von Anfang an auch eigene Ideen mit, die im Laufe des letzten Jahres sehr erfolgreich ausgebaut werden konnten.  Der ersichtlichste Unterschied ist die feinere Abstufung der Autorenbewertung. Textbroker kennt vier Qualitätsstufen, bei Content.de sind es sechs. Zwischen 4- und 5-Sternen hat man eine 4+ und die 4++ Kategorie eingeschoben.

Das gibt Auftraggebern eine größere Freiheit und wirkt sich positiv auf die Vergütung der Autoren aus. Während bei Textbroker nur eine handvoll Texter den Sprung auf das 5 Sterne-Niveau schaffen, ist die Hochstufung auf 4+ oder 4++ bei Content.de durchaus machbar. Jedes Wort wird dann mit 2 beziehungsweise 3 Cent vergütet. Doch auch für schlechter bewertete Autoren lohnt sich die Anmeldung. Content.de zahlt Autoren der Stufe 2 und 3 0,8 und 1 Cent pro Wort und liegt damit leicht über dem Tarif der Konkurrenz.

Dass die Entwicklung zur ernstzunehmenden Konkurrenz für Textbroker langsam Fahrt aufnimmt, zeigt sich auch in der Einführung der Group Order, einer neuen Auftragsform, die bisher nur Content.de zu bieten hat. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus offenem und Direktauftrag. Auftraggeber können einige Texter aus dem Autorenpool auswählen und ihnen ihre Aufträge anbieten. Den Zuschlag erhält dann, wer als erstes zugreift. Dabei liegt der Verdienst pro Wort um 0,2 Cent höher als bei einer Open Order üblich. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit Texter per Pinnwand zu suchen. Findet ein Auftraggeber nicht den passenden Texter, kann er seine Wünsche auf der "Pinnwand" vorstellen, wo sie jedem Autoren angezeigt werden. Fühlt sich ein Texter angesprochen, meldet er sich beim Kunden und erhält dann unter Umständen die Aufträge. Gerade mit dieser Neuerung hat Content.de einen interessanten Ansatz geschaffen.

Kein Licht ohne Schatten

Auch wenn Content.de über sehr gute Ansätze verfügt, die es zur sehr guten Alternative oder Ergänzung für Textbroker-Autoren macht, hat das Portal noch nicht die Popularität des Vorbilds erreicht. Deshalb kommt es immer wieder zu glücklicherweise meist kurzen Auftragsflauten. Man merkt allerdings deutlich, dass das Team hinter der Seite bemüht ist, Autoren und Auftraggeber bei Laune zu halten. So werden ihn auftragsschwachen Zeiten immer wieder Bonusaktionen durchgeführt, die beide Seiten animieren sollen.

Alles in allem ist Content.de für all jene, die ihr Einkommen aufbessern wollen, ob nun Studenten oder Freizeitautoren, eine Anmeldung wert. Ich persönlich bevorzuge den Dienst mittlerweile sogar, da mir der Sprung über die 4 Sterne hinaus auf Anhieb gelungen ist und jetzt entsprechend höhere Verdienste locken.

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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Hallo,

    mich würde interessieren wie man beispielsweise von 3 auf 4 Sterne aufgewertet wird. Folgendes Szenario: Ist man für 4 Sterne Texte freigschaltet falls man dreimal durchschnittlich (3 Sterne) und einmal überdurchschnittlichen (zb 4 Sterne) bewertet wurde?

    Danke,
    Ali

  2. Gute Frage. Content.de geht mit dem Bewertungssystem leider nicht so offen um wie Textbroker. Laut den auf der Seite zu findenden Informationen prüft das Team Texte stichprobenartig, orientiert sich an den Kundenbewertungen und legt dann von Zeit zu Zeit neue Einstufungen fest. Bei mir liegt die letzte offene Einstufung schon gut ein dreiviertel Jahr zurück. Seitdem habe ich nichts mehr vom Team gehört.


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